Na, wer erkennt die Sätze aus meinem absoluten Lieblings-Reisefilm? Richtig – Eat, Pray, Love. Für mich nicht nur der ultimative Feel-Good-Movie, sondern auch eine kleine Inspiration für meine bevorstehende Reise.
Nein, ich fliege nicht zuerst nach Italien, dann nach Indien und Bali. Wie viele von euch ja bereits wissen, startet mein Trip in Mexiko. Außerdem möchte ich dieses Mal wirklich nicht alles bis ins Detail vorausplanen, sondern dem Schicksal ein wenig seinen Lauf lassen (mehr dazu in meinem Beitrag „Warum ungeplantes Reisen die besten Erinnerungen schafft“). Trotzdem ertappe ich mich manchmal dabei, wie in meinem Kopf erste Bilder entstehen … und ich insgeheim Pläne schmiede.
In meiner Vorstellung könnte das alles auch eine Art Eat, Pray, Love 2.0 werden. Eine Reise zur Selbstfindung. Nur eben im Lateinamerika-Flair. Vielleicht sollte ich wirklich anfangen, mein erstes Buch zu schreiben. Titel? Tacos, Tinder, Temazcal.
Tacos, Tinder, Temazcal
Zu Beginn ihrer Reise taucht Liz Gilbert in die italienische Kultur ein, wo sie vor allem die Freude am Essen wiederentdeckt – „Eat“. Nicht schwer bei all der leckeren Pizza und Pasta – in denen ich mich übrigens auch ohne weiteres eingraben könnte.
Meine Reise startet allerdings in Mexiko, genauer gesagt in Ciudad de Mexico. Der ein oder andere weiß bestimmt, dass auch Mexiko kulinarisch einiges zu bieten hat. Die Taco-Kultur ist nur die Spitze des Eisbergs. Die mexikanische Küche gilt nicht umsonst als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe. Neulich habe ich sogar gelesen, dass laut einer Studie mexikanisches Essen am meisten Serotonin freisetzt. Gute Laune ist also auch garantiert.
Genau wie Liz in Italien, werde auch ich in Mexiko Zeit mit Freunden verbringen. Einige davon habe ich bereits während meines Austauschsemesters in Chile kennengelernt. Zudem lernt Liz ein paar Worte Italienisch. Auch wenn ich Spanisch bereits spreche, wird es sicher wieder eine kleine Eingewöhnungsphase brauchen. Jedenfalls scheint Mexiko der perfekte Ort zu sein, um das „Eat“-Kapitel meiner Reise zu starten: gutes Essen, gute Freunde, gute Stimmung.
Nach dem kulinarischen Teil setzt Liz ihre Reise in Indien fort, wo sie in einem Ashram meditiert und sich selbst näherkommt. Auch wenn Indien für viele vielleicht als Inbegriff der Spiritualität gilt, ist Spiritualität auch in anderen Ländern tief in die Kultur verwurzelt. Zum Beispiel in Guatemala.
Ich durfte das Land bereits während meinem Praktikum in Costa Rica kennenlernen, und trotzdem zieht mich irgendetwas wieder dorthin zurück. Obwohl in Guatemala mittlerweile das Christentum dominiert, ist die Maya-Spiritualität noch sehr präsent. Spirituelle Reisen führen zu alten Maya Tempeln oder dem mystischen Atitlán See, sowie zu heilenden Ritualen: Kakao-Zeremonien, Temazcal-Schwitzhütten und Feuerzeremonien. Und Guatemala liegt direkt südlich unter Mexiko. Also eine gute Fortsetzung für meine Reise. Zwar kein Ashram, aber ganz im Sinne von „Pray“.
Was noch fehlt, ist die „Love“ – oder der Teil, den Liz in Bali erlebt, als sie sich dort in einen Brasilianer verliebt.
Und ich? Ich weiß noch nicht, wo meine Reise enden wird. Brasilien wäre ja auch gleich um die Ecke. Oder vielleicht doch Kolumbien? Argentinien? Oder ganz woanders. Das steht wohl noch in den Sternen. Manche Dinge überlässt man dann doch lieber bewusst dem Zufall. Wer weiß, vielleicht wartet die große Liebe ja an einem Ort, den ich heute noch gar nicht auf dem Schirm habe.
Wo würde eure ganz persönliche Eat, Pray, Love-Reise euch hinführen? Welche Länder würden euch kulinarisch, spirituell oder emotional erfüllen? Was gehört für euch unbedingt zu einer Reise der Selbstfindung? Und vielleicht habt ihr ja auch ein paar Tipps, wo man am besten nach der Liebe suchen soll 😉.
Ich freue mich auf eure Gedanken, Erfahrungen oder Traumziele – schreibt sie mir gerne in die Kommentare!
Bussi Baba!


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